05 -2001
KAUFEN - HALTEN - VERKAUFEN ?

Versuchen Sie mal einen Roulettespieler für Wertpapiere zu interessieren. Sie werden überrascht sein. Die Reaktionen reichen vom entsetzten "viel zu hohes Risiko" bis hin zum mitleidigen Abwinken. Abgesehen von den Standardwerten, auch Bundesschatzbriefe sind für ihn erste Wahl, kann er dieser Form von Glücksspiel wenig abgewinnen. Zu groß erscheinen ihm die Unwägbarkeiten, zu dürftig wirkliche Information und auch zu breit das Spektrum verborgener Interessen mit luftiger Logik. Viel Psychologie also und wenig Bares. Der Wert des Papiers ist eben variabel, je nach Prognose, Ankündigung und (Werbe-) Versprechen, oftmals sind es nur abenteuerliche Erfindungen, die sich lesen wie die "Geschichten aus dem Wurstbrotbaum".
Moral und Spaß bleiben oft außen vor, besonders wenn Unternehmen kursträchtig verschlankt und Arbeitsplätze freigesetzt werden, oder wenn Experten und Berater mit ihren Empfehlungen kalkuliert daneben liegen. Beim Spiel ums große Geld liegt der "kleine Mann" meist dürftig daneben.

Reibungsverluste dieser Art gibt es beim Roulette nicht. Den ausgespielten Zahlen und Chancen ist eine solche Deformation nicht zu eigen und für den Spieler gestaltet sich die Spekulation dadurch einfacher und kalkulierbar.
Mitentscheidend für den Erfolg ist jedoch das Erfassen und die richtige Einschätzung der Tendenz während des Spiels. Dies gilt für alle Chancenteile gleichermaßen. Für die Einfachen Chancen bietet sich dazu ein simples Raster-Messverfahren an, das die Treffer / Nichttreffer in der Permanenz registriert und wie folgt funktioniert:

Beginnend mit Coup 2 setzen wir die zuletzt gekommene Chance nach, allerdings nur einmal und fiktiv. Treffen wir, notieren wir das mit einem Plus, wenn nicht mit Minus. Damit haben wir auch schon den 1. Messpunkt. Nach weiteren drei Coups legen wir den nächsten Messpunkt fest und spielen die vorhergehende Chance wiederum einmal nach - erneut erhalten wir Plus oder Minus. Dieses Schema führen wir wiederholt durch. Nach 35 Coups haben wir dann 12 und mit dem 71. Coup bereits 24 Messpunkte. Da die Position des Messpunktes durch die vorweg stehende Chance bestimmt wird, erhalten wir ein Messergebnis das der Permanenz durchgehend angepasst ist. Gleichwertige Chancenteile, wie etwa Schwarz / Rot , werden damit neutral erfasst.
Im nachfolgenden Permanenzbeispiel des Casinos KASSEL - Französischer Tisch vom 12.05.01 - haben wir alle Einfachen Chancen nach dieser Methode erfasst.

Fasst man nun die Plus- Minusfolgen in einem übersichtlichen Raster zusammen, so können sie wie folgt ausgewertet werden:

A) In dieser vertikalen Gliederung zeigt sich bei Schwarz / Rot über nahezu zwei Rotationen eine indifferente Trefferstruktur (Morsetendenz). Bei Pair / Impair als auch bei Passe / Manque erkennt man hingegen deutlich eine Verdichtung und Entspannung in der Trefferfolge (Wellenstruktur). Anhand dieser Charakteristik können alle Chancen prognostiziert und gespielt werden.

B) Diese Gliederung erfolgte nach den "DOMINANZ-FIGUREN" von E. Hadimag. Die Qoute für die direkte Dominanz mit einmaligem Nachsetzen lag bei + 11 Treffern (siehe grün und blau markierte Figuren). Das Treffen der direkten Dominanz durch zweimaliges Nachsetzen ergab sich neun Mal, also + /- Null bei den orangefarbenen Figuren. Das Nicht-Treffen der Dominanz durch zweimaliges Nachsetzen stellte sich viermal ein und ergab folglich einen Verlust von (-) 8 bei den rot markierten Figuren - alles in allem aber 3 Stücke Gewinn.

C) Bei dieser Gliederung wird die Trefferdichte und Struktur über alle drei Chancen in einem Feld erfasst. Numerische Feldwerte erleichtern hierbei die Prognose.

Das Erstellen einer MAKRO-Permanenz durch Raster-Messung ist bei schwierigen Permanenzverläufen sehr hilfreich. An unserer Beispielpermanenz wäre sie nicht nötig gewesen, da der Lauf gut erkennbar war. Erfahrene Spieler spielen aber meistens mit Überlagerung, so dass sie ohne weiteres wechseln können, etwa von der MAKRO- zur SYSTEM- oder zur ORIGINAL-Permanenz. Hat man ein wenig Glück und kommt auf einen schönen Lauf und spielt dazu noch ein beherztes oder "Scharfes" Paroli, erübrigt sich die Frage nach : KAUFEN - HALTEN - VERKAUFEN ?

CASINO-Magazin 16.05.2001

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