04 -2001
DEM ZUFALL AUF DER SPUR (2) , von E. HADIMAG .

Betrachtet man die Summenbildung von gleichwertigen Chancenteilen, so stellt man fest, dass sich ständig ein Ausgleichsverhalten durchsetzt. Dieses Verhalten habe ich nach logischen Gesichtspunkten analysiert und möchte dies mit dem Prinzip der (Balken-) Waage und einer grafischen Darstellung verdeutlichen.

Nehmen wir als Beispiel die Dutzend-Chance. Zu Beginn eines Spieltages kommt als erste Zahl die 24, also das 2. Dutzend und geht somit in Führung. Kann man jetzt schon von einer Dominanz des 2. Dutzends sprechen? Hat sich dadurch am Ausgleichsverhalten wirklich etwas verändert? Ich meine NEIN !

Stellt man das Ausgleichsverhalten mittels einer Balkenwaage dar, so wird sofort ersichtlich, dass Veränderungen der einen Seite, unmittelbar auch die andere Seite verändern. Bevor wir dieses Prinzip grafisch umsetzen, wobei die X-Achse den absoluten Ausgleich und die Y-Achse die tatsächliche Abweichung wiedergibt, wollen wir uns die Ausgangssituation noch einmal ansehen.

Zu Beginn der Aufzeichnung haben wir den absoluten Ausgleich, jedes Dutzend hat den Anfangswert Null.
Mit dem 1. Coup kommt das 2. Dutzend und wir weisen ihm den Wert + 1 zu. So weit so gut. Das Ausbleiben des 1. und 3. Dutzends kann aber nach dem Waage-Prinzip nicht einfach ignoriert werden. Das Versäumnis dieser beiden Dutzende, als Dominante in Führung zu gehen, bewerten wir daher jeweils mit - 1 . Es ergeben sich somit folgende Werte:

1. DUTZEND . - 1
2. DUTZEND + 1
3. DUTZEND - 1

Noch immer könnte man sagen, dass das 2. Dutzend führt, da sein Wert größer ist, als die Werte des 1. und 3. Dutzends.

Zeichnen wir nun die entsprechenden Werte in unser XY-Diagramm ein, so stellen wir fest, dass sich nach dem ersten Coup am Ausgleichsverhalten nichts verändert hat. Das 2. Dutzend befindet sich um 1 im Plusbereich, das 1. und 3. Dutzend befindet sich um 1 im Minusbereich. In allen drei Fällen aber ist der Abstand zum absoluten Ausgleich gleich geblieben. Es führt also keines der Dutzende !

Grundsätzlich gilt: Eine Dominanz bildet sich zwar immer, aber diese Dominanz richtet sich nicht danach wie oft eine bestimmte Chance gekommen ist, sondern nach der ABWEICHUNG aller Chancenteile vom ABSOLUTEN AUSGLEICHSPUNKT. Dominanz entsteht also nicht dadurch, dass ein bestimmter Chancenteil (ein bestimmtes Dutzend) zu Anfang öfter kam, als die äquivalenten Chancenteile. Erst nach und nach erkennt man eine Dominanz daran, dass sie sich deutlich dichter am ABSOLUTEN AUSGLEICHSPUNKT bewegt, als die anderen Chancenteile.

Selbst wenn zu Anfang ein Dutzend mehrfach hintereinander erschienen ist, kann es nicht von sich in Anspruch nehmen, dominant zu sein.
Angenommen, das 2. Dutzend kommt drei Mal in Folge, so entfernt es sich um 3 vom absoluten Ausgleich. Äquivalent dazu entfernt sich aber auch das 1. und 2. Dutzend um 3 vom absoluten Ausgleich. Ein wirklicher Trend ist demnach also keinesfalls zu erkennen.
Nicht zuletzt aus diesem Grunde, laufen sehr viele Spieler Gefahr, Trendverhalten falsch zu beurteilen.

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LOGISCHE AUSWERTUNGVERFAHREN

Speziell für meine Forschungen, die einzig dazu dienen, Ausgleichsverhalten von Zufallsereignissen zu untersuchen, entwickelte ich eine neue Darstellungs- und Erfassungsmethode. Um einen Ausgleich zu erzwingen der nicht an eine Permanenz gebunden ist, kam ich zu einer Lösung deren Gesetzmäßigkeit ich als: "Gesetz der Rythmischen DREIER-DOMINANZ" oder kurz "RDD" benannte.

Ursprünglich untersuchte ich damit die Bildung von sogenannten ZUFALLSFIGUREN. Auf den Einfachen Chancen konnte ich damit Zufallsereignisse schnell und einfach erfassen und auswerten.

GRUNDLAGEN : Fasst man Zufallszahlen in Dreier-Gruppen zusammen, so ergibt sich bei 3 Zahlen - bezüglich der Einfachen Chance - zwangsläufig immer eine Dominanz. Etwas anderes ist nicht möglich. Bei 2 Mal Schwarz kann ja nur noch einmal Rot kommen, die Dominanz dieser Dreier-Gruppe wäre also Schwarz. Erscheint Zero, so wird dies nicht weiter berücksichtigt.
Hier einige Beispiele für Dominanz innerhalb von Dreier-Gruppen :

S S R S
S S S R
S R S S

Die oben gezeigten Dreier-Gruppen haben alle eine SCHWARZ-Dominanz. Da für Schwarz / Rot insgesamt nur 8 Dreier-Gruppen möglich sind, weisen folglich die unteren Dreier-Gruppen eine ROT-Dominanz auf.

R R S R
R R R S
R S R R

Diese Überlegenheit, die ständig in jeder der 8 Gruppen vorherrscht, lässt sich noch weiter reduzieren, ohne die Erscheinungsform des Zufallsereignisses zu beeinflussen, oder gar zu verfälschen.

Bei der "Rythmischen DREIER-DOMINANZ" (RDD) wird ausschließlich die Art der Dominanz erfasst, die jede der Dreier-Gruppen zwangsläufig bilden muss. Auch kann sie sich nur auf 4 verschiedene Arten manifestieren und wird wie folgt ermittelt und dargestellt:

DOMINANZ 1 besagt , dass die Chance (Schwarz / Rot) als Serie vorliegt und sich die Bedingung "DOMINANZ" schon mit dem 2. Coup erfüllt hat. (Dies gilt natürlich nicht nur für Schwarz / Rot , sondern für alle "Einfachen Chancenpaare").

DOMINANZ 2 besagt , dass die Gegenchance mit dem 3. Coup gekommen ist. Die Bedingung "DOMINANZ" erfüllt sich auch hier schon mit dem 2. Coup , da die gleiche Chance kam, wie beim 1. Coup.

DOMINANZ 3 besagt , dass zunächst die Chance gekommen ist die später nicht dominant sein wird. Die "DOMINANZ" vollzieht sich dabei erst im 3. Coup in Form einer Serie.

DOMINANZ 4 besagt , dass die Gegenchance mit dem 2. Coup gekommen ist. Auch hier vollendet sich die "DOMINANZ" erst mit dem 3. Coup, allerdings als Intermittenz.

Andere Formen von "DOMINANZ" innerhalb einer Dreier-Gruppe sind nicht möglich. Analysiert man die vier verbliebenen DOMINANZ-FIGUREN der RDD , so erkennt man wiederum Gesetzmäßigkeiten die bisher im Verborgenen blieben und bei der Beurteilung von Zufallsereignissen von absoluter Bedeutung sind.

Während bei der DOMINANZ-FIGUR D1 , D2 und D3 die Dominanz direkt gebildet wird, stellt sie sich bei Figur D4 als Intermittenz dar. Es ergibt sich also ein Erscheinungsverhältnis von 3:1 für die Figuren mit direkter Dominanzbildung (als Serie) gegenüber der Intermittenzfigur D4.
Auffallend ist auch, dass sich innerhalb des 3:1 Verhältnisses abermals ein neues Verhältnis bei den Figuren D1 , D2 und D3 einstellt:
Die Wahrscheinlichkeit , dass sich die Dominanz direkt mit der zweiten Zahl vollendet (siehe D1 und D2) liegt bei 2:1 gegenüber der Figur D3.
Diese Logik lässt sich nahezu überall anwenden.

NOTE:
E. Hadimag ist Fachinformatiker für Betriebssysteme und Netzwerke.

CASINO-Magazin 15.04.2001

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