12 -2000
WORKSHOP - EINFACHE CHANCEN (1) .

EINFACH das BESTE spielen oder EINFACHE CHANCEN, so das Motiv des professionellen Spielers. Schwierig ist es ohnehin. Schwarz oder Rot , Pair oder Impair , Passe oder Manque - nach jedem Spiel erneut die Frage: Was kommt, was soll man spielen?

SCHWARZ oder ROT, ENTWEDER ODER? Im neuen Spiel ist beides GLEICH möglich!
Also ist es egal was man spielt, und: Des Spielers LETZTE FRAGE hat sich endlich oder " GOTT SEI DANK " erübrigt.

Wenn dem so ist, und wissenschaftlich ist es nun mal so, ist es auch gleichgültig auf welcher Grundlage man sich für eine Chance entscheidet. Manche pendeln sie aus, andere werfen eine Münze: fällt Zahl - spielen sie Schwarz, kommt Kopf - platzieren sie ihren Einsatz auf Rot, oder umgekehrt. Welche Methode man auch wählt, abwegig oder schlüssig: FALSCH KANN SIE NICHT SEIN !

Die Gleichwahrscheinlichkeit ist kein spielerischer Faktor und ergibt sich nur durch einwandfreies Spielgerät. Ist dieses gestört oder sogar manipuliert, so wandelt sie sich zur spielentscheidenden Größe und kann der Bank herbe Verluste bescheren.
Ansonsten aber hat sie für den Spieler keinen Wert und ist vielleicht eine Instanz von Einfacher Vernunft. Einem Spieler, der schon Hundertausende von Coups von Hand durchspielt hat, ist sie schlicht egal. Er verfügt vielmehr über ein praktisches Wissen (Gespür), auch kennt er die Produktpalette von eben dieser, und weiß was möglich ist. Spielt er zum Beispiel nach einer Serie von fünfzehn Mal Rot wiederum Rot, so ist dies zwar eine Referenz an die Gleichwahrscheinlichkeit, die Entscheidung hierfür findet sich aber mehr in seinem spielerischen Konzept. Niemand sollte sich daher wundern, wenn erfahrene Spieler sich an Permanenzen orientieren und nicht an Horoskopen - vom Lesen im Kaffeesatz verstehen sie ohnehin nichts.

Verkehrt ist es also nicht, sich ein Bild von der laufenden Permanenz zu machen, um sie dann nach Häufigkeit , Struktur und Favoriten zu untersuchen. Dies erfolgt natürlich vor Spielbeginn und für eine erste Einschätzung genügen 20 bis 30 Coups. Zielsetzung dabei ist : anhand der Permanenzmerkmale eine Prognose für den nächsten Spielabschnitt zu erstellen. Wähnt man sich von seiner Prognose ziemlich überzeugt, wird ihr noch eine optimale Spielmethode mit Limitierung im Verlustfall zugeordnet, und sodann das Spiel eröffnet.

Das Schema: Prognose für einen Abschnitt / Wahl des Systems mit (-) Limitierung, eignet sich nicht nur für Einfache Chancen und sollte für jedes Spiel vorliegen.
PROGNOSTIC AREA SYSTEMS (-) , oder kurz PAS(-) ist eine Entwicklung von ROULETTE ONLY und zeigt in der Computersimulation ganz ordentliche Ergebnisse. Richtig überzeugen konnte uns allerdings nur das brillante Konzept, das Regel- und Formelwerk selbst ist ein astronomischer Komplex. Für das Spiel im Kasino kann allenfalls die Struktur von PAS(-) übernommen werden, über Sieg oder Niederlage entscheidet also weiterhin das Glück oder die Prognosefähigkeit / Spürnase des Spielers.

Alle Faktoren von PAS(-) sind variable Größen. Ergeben sich Prognose und Abschnitt aus dem Vorlauf, so erfolgt die Wahl des Systems und die Limitierung aufgrund Prognose und Spielabschnitt.
Anders als im klassischen Systemspiel kommen mit
PAS(-) verschiedene Systeme zur Anwendung, auch wird nicht der einzelne Coup, sondern ein Bereich angespielt. Anhand nachfolgender Permanenz wollen wir das aufzeigen.

Alle Einfachen Chancen eines Tisches werden bis zum 20. Coup notiert. Nach einer kurzen Analyse erstellen wir die einzelnen Prognosen. Kommt keine überzeugende zustande, wird NICHT GESPIELT ! Ergibt sich welche, wird als erstes die Spielstrecke bestimmt, danach die Spielmethode und die Vorgaben für den Spielabbruch. Mit Spielbeginn wird der Spielabschnitt konsequent ZU ENDE GESPIELT , erst danach kommt ein Chancenwechsel in Betracht! Alle Spiele werden im Gleichsatz gespielt.

ANALYSE / PROGNOSE :. SCHWARZ / ROT ( S / R )

Mit 3 Plus liegt Schwarz im 20. Coup vorne. Die Serien - eine 4er , zwei 3er und zwei 2er-Serien - vermitteln ein stabiles Erscheinungsbild. Auch erkennt man, anders als bei einer MORSE-TENDENZ, sofort Struktur. Die größte Ansammlung (Frequenz) von Schwarz liegt dabei zwischen dem 8. und 17. Coup und ist mit 10 Coups relativ kurz. Neben diesem Merkmal notieren wir noch, dass der Wechsel nach den Dreierserien jeweils durch Intermittenzen erfolgt und diese Figur beim Chancenwechsel dominiert. Das wichtigste Merkmal dieses Permanenzabschnitts aber ist der Trend zu (kleinen) Serien. Die Prognose kann daher nur lauten: Spiel auf Serie, Satz auf Rot. Beachtet man die Serienlängen aus dem Vorlauf, so scheint auch nur einmaliges Spielen angebracht.
Geht dieses Spiel verloren, wird - in Anlehnung an die vorherrschende Intermittenz zwischen den Serien - erneut Rot nachgespielt. Erfolgt dabei wiederum Verlust, nun also
2 MINUS IN FOLGE , wird das Spiel beendet. Dies ist auch das ungünstigste Ergebnis, das uns erwarten kann.
Wird das erste Spiel gewonnen, bietet sich die Möglichkeit weiterhin auf Serie zu spielen. Die Abbruchbedingungen:
2 MINUS IN FOLGE , gelten auch für das weitere Spiel auf Rot.

ANALYSE / PROGNOSE :. PAIR / IMPAIR ( P / I )

Auch hier ein Vorlauf von 3 Plus, diesmal für Impair - auch hier eine ausgeprägte Serientendenz. Die 8er-Serie braucht uns nicht weiter zu beeindrucken. Die Annahme, es müsse nun unverzüglich der Gegenlauf auf Pair erfolgen, ist grundlegend falsch. Für eine solche Einschätzung ist der Permanenzabschnitt zu kurz und sie wäre nur gegeben, wenn im Vorlauf ein direktes Ausgleichsverhalten als wesentliches Merkmal erkennbar wäre, dies könnten sowohl Intermittenzen als auch Serien sein.
Die abfallende Serienlänge von Pair ist vielleicht ein Indiz, dass sich die Tendenz auf Impair fortsetzt. Von den drei Möglichkeiten für den nächsten Spielabschnitt: Dominanz auf Pair / Impair oder Morsetendenz, wählen wir das Spiel auf Impair.
Da der Serienwechsel einmal glatt und einmal mit Intermittenzen erfolgt - also unentschieden ist - beenden wir das Spiel nach dem
ERSTEN MINUS.

ANALYSE / PROGNOSE :. PASSE / MANQUE ( P / M )

Diese PARTITUR der Permanenz mit einem Crescendo in Passe von 3 Plus erfordert eine höhere Spielkultur. Es ist weniger das Merkmal der PRO-SERIE mit einer Frequenz von 13, sondern mehr das Gefüge, das den Spieler intuitiv zu Spiel und Satz auf Hohe Zahlen führt. Richtig, auf den zweiten Blick erkennen wir nahezu die ideale Verteilung der Serien nach CHATEAU. Neben zwei ausgebliebenen Intermittenzen, warten auch noch eine 3er- oder 4er-Serie auf ihr Erscheinen; aus dem 3er-Serienmolekül (neben der Permanenz) kann dies gefolgert werden.
Pro-Serien haben die Eigenart sich lange zu halten und können - und das nicht selten - über ein bis zwei Rotationen laufen. Wir entscheiden uns also für das Spiel auf Passe und begrenzen die Spielstrecke durch
2 Mal MINUS IN FOLGE. Liegen wir mit dieser Prognose daneben, verlegen wir unsere nächste Trainingseinheit in die Oper oder Philharmonie und üben lauschend: " Noten zählen ".

Durch die zugegebenermaßen freie, aber keinesfalls abwegige Einschätzung der Permanenzabschnitte und durch die strikte (-) Limitierung der Spielstrecken, ergibt sich ein hohes spielerisches Niveau - und das im besten Sinne. Sicherlich, auch hier wird es zeitweilig Verluste geben, aber sie werden gering sein.

SPIELEN wir nun unsere PROGNOSEN durch, wird anhand der (-) Limitierung der Prognose sehr schön die bedingte Selektion sichtbar. Sie wirkt dabei wie ein Schalter: die ertragreichen Chancen laufen dabei von selbst weiter, die anderen werden ausgeknipst.



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---SPIEL AUF DIE PROGNOSEN
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Entwickelt sich also innerhalb der Prognose ein Favorit, so befinden wir uns automatisch auf der richtigen Chance - am Beispiel von Rot wird dies deutlich.

Der aufmerksame Roulettefreund wird bemerkt haben, dass der Spielbeginn bei allen drei Chancen in Anschluß an den zuletzt erschienenen Coup erfolgte. Das erklärt sich damit, dass der letzte Coup Ausgangspunkt der Prognose und zugleich Favorit ist. Abweichungen von diesem richtigen Satzverhalten sind nur gegeben, wenn im Vorlauf eine starke Figurentendenz zu erkennen ist, wie z.B. bei einer Intermittenz-Serie. Auch hier gilt es, die für die Prognose wesentlichen und markanten Merkmale des Vorlaufs zu erkennen und richtig anzuwenden. Typische Fehlleistungen sind dabei oft vom Spieler selbst nicht bemerkte Umdeutungen. Für unseren Vorlauf von Passe / Manque kommt er dann etwa zu dem Ergebnis: "Aha, sehr viel Passe - daher spiele ich PRO-SERIE auf Manque".
Richtig ist vielmehr: Dominanz auf Passe / PRO-SERIE auf Passe, und genau so wird sie angewandt.

Eine besondere Rolle beim Spiel auf Einfache Chancen hat das FIKTIVSPIEL. Es kommt immer dann zur Anwendung, wenn man etwa eine Prognose oder Chance erst einmal anspielen und testen will, oder einen Minuslauf ohne wirkliche Verluste verfolgen möchte. Durch diese Technik verschafft sich der Spieler ganz gezielt eine Auszeit, zugunsten oft besserer Einschätzung des Verlaufs - auch erhält er sich damit die Leichtigkeit zum Spiel.
Ein typisches Anwendungsbeispiel wäre, wenn z.B. nach einer langen Plus-Serie das erste Minus eintritt. Ist für das Weiterspiel keine klare Anweisung gegeben und man ist sich selbst nicht sicher, so wird ganz einfach fiktiv gespielt. Bildet sich erneut ein Trend und es reicht für eine Prognose, wird das Spiel wieder aufgenommen. In der Regel sind es die Schnittstellen beim Trendwechsel, die Verluste bringen - mit dem Fiktivspiel versucht man das abzufedern.

Das Spiel auf Einfache Chancen ist nicht jedermanns Sache. Nur große Disziplin und starke Nerven führen hier zum gewünschten Erfolg. "Möchtegerne" oder vermeintliche Berufsspieler diskreditieren die Einfache Chance gerne als langweilig oder sonst etwas. Solche Äußerungen sind unangemessen und offenbaren zudem kreativen Mangel.
Wie man die Einfache Chance mit "Rasanz" und "Klasse" spielen kann, zeigen wir Ihnen im Neuen Jahr - in den nächsten Ausgaben.

Unseren Lesern wünschen wir viel GLÜCK, alles GUTE und SCHÖNE WEIHNACHTEN ! Mit einer SILVESTERSTORY aus einem Automatenkasino verabschieden wir uns dann am 31.12. - in`s Neue Jahrtausend.

CASINO-Magazin 15.12.2000

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