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10 -1999
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| Lo LETTE .
Nachdem wir wissen, daß Strom gelb ist - gut und günstig soundso , und uns die Konkurrenz von Gelb auch noch glaubhaft macht: Wir hätten ein Recht auf billigen Strom, blicken wir ungeduldig in Richtung Lotteriegesellschaften und warten auf geistesverwandte Offerten. Vielleicht in etwa so: Wir sind glücksbunt ! - oder: Auch Sie haben ein Anrecht auf noch faireres Spiel. Könnten wir im Casino Lotto spielen, würde die Morgenröte unseren Geist erhellen. Beim Zahlenlotto "6 aus 49" oder "6 aus 39" wird nur die Hälfte der Einnahmen zur Gewinnauszahlung freigegeben. Am LoLETTE-Tisch spielt daher unser 100.- DM Jeton im Gewinnfall nur zur Hälfte mit. Freundlicherweise hat der LoLETTE - CROUPIER erst gar nicht versucht uns diese schwierige Arithmetik zu erklären , sondern den Jeton - für uns nicht sichtbar - gleich tischgerecht konvertiert. Im Gewinnfall zeigt sich das für ihn recht praktisch, für uns ein wenig immateriell. Die Wahrscheinlichkeit beim Zahlenlotto 6 aus 49 einen "SECHSER" zu tippen ist gleich 1 : 13983816. Würden wir also 14 Millionen mal die gleiche Tip-Reihe spielen, hätten wir eine Chance (64%) auf den Hauptgewinn. WAS UND WO SPIELEN WIR DA , WIE ? Die Wahrscheinlichkeit in der einfachsten Kategorie des französischen Roulettes zu gewinnen ist gleich 18 : 37, also ca. 48,6 % - dabei ist es egal, ob wir SCHWARZ , MANQUE oder eine andere EINFACHE CHANCE spielen. Wissenschaftlich betrachtet, bezeichnet man ein Glücksspiel als FAIR, wenn die mathematische GEWINN-ERWARTUNG gleich NULL ist; dies trifft weder für das Roulette und schon gar nicht für das Zahlenlotto zu. Die nüchterne Feststellung der Mathematik, daß es nicht möglich ist , z.B. die Gewinnerwartung im Roulette zu verbessern, und der Spieler bei dauerhaftem Spiel zwangsläufig verlieren muss, ist so banal wie wahr - und mindestens schon 100 Jahre alt. Der Aspekt intelligenten Spielverhaltens oder angepasster Strategie blieb in der Rouletteforschung seltsamerweise immer außen vor und wurde nie Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. Anhand von Permanenzanalysen ermittelte die klassische Rouletteforschung Gesetzmäßigkeiten aus der Ereignismenge des Zufalls. Die sogenannten Roulettegesetze wurden allesamt empirisch gefunden und scheinen teilweise recht einfach ; mit Ausnahme des ZweiDrittel-Gesetzes steht der mathematische Nachweis dieser Gesetze allerdings noch aus oder ist umstritten. DIE ROULETTE GESETZE - 1 DAS GESETZ DER GROSSEN ZAHL besagt , dass sich ABWEICHUNGEN zwischen gleichwahrscheinlichen Zufallsereignissen mit zunehmender Ereignismenge AUSGLEICHEN. (Denis Poisson , frz. Mathematiker und Physiker , 1781-1840). DAS GESETZ DES AUSGLEICHS besagt nichts anderes. In dieser Form hat es aber für den Spieler nur geringen Wert. Am Beispiel wird das deutlich: Kommt innerhalb von 36 Spielen 24 mal SCHWARZ und 12mal ROT , so ergibt sich eine ABSOLUTE ABWEICHUNG von 24 - 12 = 12 , und eine prozentuale oder RELATIVE Abweichung von 12 : 0,36 = 33,3% . Angenommen, nach 360 Spielen zählen wir 200mal SCHWARZ und 160mal ROT, so erhalten wir eine ABSOLUTE ABWEICHUNG von 200 - 160 = 40 , die RELATIVE Abweichung verringert sich dabei auf 40 : 3,6 = 11,1% . Obwohl mit zunehmender Spielmenge ein Ausgleich erfolgt , VERGRÖßERT sich dabei die ABSOLUTE ABWEICHUNG von 12 auf 40 ! Das SPIEL auf den ABSOLUTEN AUSGLEICH - die Betonung liegt bei "absolut" - hat aus vielerlei Gründen (begrifflicher und spieltechnischer Art) etwas Absurdes. Neben langen Spielsequenzen, hohen ZERO-Verlusten (im oben angeführten Beispiel nicht berücksichtigt), großem Kapitalbedarf und steter, nicht zu vermeidender Progression - alles Faktoren, die einer modernen Spielauffassung widersprechen - scheint das Spiel auf den ABSOLUTEN AUSGLEICH nicht gerade aussichtsreich und gibt uns somit gute Argumente für das Spiel auf die TENDENZ. Die IDEE für das TENDENZSPIEL ist so gut wie einfach. Im letzten Spielbeispiel spielten wir kurzerhand 15 mal auf SCHWARZ , und haben diesen Spielabschnitt dank "Anfängerglück" auch noch gewonnen. Wäre bei diesem Spiel 15mal ROT gekommen - im Durchschnitt passiert so etwas alle 46800 Coups - hätten wir deftig verloren. Da aber z.B. eine 10er Serie (10mal in Folge SCHWARZ oder ROT) schon nach 1276 Spielen, eine 9er Serie gar nach 621 Coups zu erwarten ist , scheint es angebracht - sich der Tendenz des Spiels anzupassen - und nach Vorgabe die CHANCE zu WECHSELN. SPIELBEISPIEL : Für das Tendenzspiel treffen wir folgende Vereinbarungen: 1. Wir spielen jeweils mit EINEM STÜCK (Masse-égal = Gleichsatz)
Probieren Sie diese Spielmethode einfach mal aus. Beobachten Sie neben dem Spielverlauf auch den Kapitalbedarf. Der besseren Kontrolle wegen sollte sowohl im Gewinn und Verlust mit derselben Jetongrösse, also im Gleichsatz gespielt werden. Spielen Sie unbeschwert auf und tüfteln Sie ein wenig. Versuchen Sie , indem Sie spekulieren , ein Gespür für die Permanenz zu bekommen, um dann zeitweise - entsprechend Ihrer Einschätzung - das Spiel zu unterbrechen. Interessante Spielverläufe können Sie uns per eMail zusenden. In den nächsten Ausgaben zeigen wir Ihnen dann - anhand authentischer Permanenzen aus dem CASINO BADEN-BADEN und den SPIELBANKEN BERLIN und WIESBADEN - wie diese Methode noch verfeinert werden kann. CASINO-Magazin 15.10.99 |
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